Geschichte PDF Drucken E-Mail

1. Die Katholische Polenmission in der Schweiz wurde am 2. Juni 1950 von seiner Exzellenz Bischof Józef Gawlina, den Schirmherr der polnischen Diaspora im Ausland gemäss kanonischem Recht errichtet. Dies geschah im Einverständnis mit dem Bischof von Freiburg, seiner Exzellenz François Charrière und mit Zustimmung des damaligen apostolischen Nuntius, seiner Exzellenz Bischof Philippe Bernardini als Antwort auf Begehren der Satzung polnischer Katholiken in der Schweiz, welche zuvor in Freiburg tagte. Zum ersten Rektor wurde Pater. M.J. Bochenski OP, Professor in der Universität von Freiburg ernannt.Dank den finanziellen Anstrengungen, die ausschliesslich von den Polen in der Schweiz geleistet wurden, konnten eine Kapelle und ein Pfarrhaus der katholischen Polenmission in Marly als fester Sitz der Polenmission gebaut werden (siehe Seite 2, Kopie des Errichtungsaktes und Porträt des ersten Rektors).Seit dem sind es 55 Jahre vergangen. Gemäss Änderungen im Kirchenrecht, überging die Polenmission in die Obhut der schweizerischen Bischofkonferenz und ist ein Teil der katholischen Kirche in der Schweiz geworden. Ihr wurde die seelsorgerische Betreuung Gläubigen polnischer Herkunft anvertraut. Dies sind Personen aus Polen die in der Schweiz leben und deren rechtlicher Status sehr unterschiedlich ist. Es sind z.B. naturalisierte Schweizer, die jedoch einen grossen Teil ihres Lebens in Polen verbracht haben und obwohl integriert, sich nicht von ihrer Vergangenheit lösen wollen. Es sind ihre zweisprachigen Kinder, sowie Menschen auf der Durchreise und Kurzaufenthalter, wovon die letzteren meistens kaum oder sehr oberflächlich französisch oder deutsch sprechen.
2. Die Muttersprache und die gelernte Sprache sind leider nicht ganz gleichwertig, insbesondere was die religiöse, biblische oder theologische Sprache betrifft.Dieses Verständigungsproblem wird vor allem für alle Personen aus armen sozial-schulischen Milieus verstärkt. Nach Rundfragen bei der Bevölkerung polnischer Herkunft haben wir festgestellt, dass sich ein Teil der Gläubigen aus Grund der Sprachverständigung von den lokalen Kirchen abwendet. „Wenn ich nicht folgen kann, kann ich ebenso zu Hause beten“. Traurig, aber wahr. Dieses Problem wurde ebenfalls in allen anderen Sprachgemeinschaften auf der ganzen Welt durch den Heiligen Stuhl festgestellt. Ein Dokument mit dem Titel „Ergo Migration Caritas Christi“ wurde im Juni 2004 breit diskutiert, unter anderem im Rahmen der jährlichen Versammlung der Migratio – offizielles Organ der Schweizer Bischöfe, welches sich um die Problematik der Immigranten kümmert.Die Tätigkeiten der katholischen Polenmission werden anerkannt, was die Vertiefung des Glaubens, den Empfang der Sakramente, Katechesen oder Jugendbewegungen, die Jugendbegleitung gegenüber Sekten, die Prävention gegen Drogen und andere Abhängigkeiten, Pilgerfahrten in der Schweiz und anderswo, Seelsorge der Kranken, Älteren oder Alleinstehenden zu Hause, in den Spitälern oder in den Heimen betrifft.
3. Infolge der Verschlechterung der allgemeinen finanziellen Lage der lokalen Kirche (Kirchensteuer, die nicht in allen Kantonen obligatorisch ist und nur von ungefähr 20% der Katholiken bezahlt wird), wurde unserem Rektor der Mission die offizielle Anstellung in der Schweiz entzogen und er wird unwiderruflich nur bis im Juli 2005 Arbeitslosenentschädigung beziehen können. Als Ausdruck Ihres Willens, den Fortbestand der Polenmission in Marly zu sichern, haben die Katholiken polnischer Herkunft die „Vereinigung der Freunde der Katholischen Polnischen Mission in Marly“ gegründet, deren Hauptziel es ist, die finanziellen Mittel zu sammeln, die die Wiederanstellung des Rektors erlauben, um das weitere Bestehen dieser Mission im Rahmen und Zusammenarbeit mit der lokalen Kirche in der Schweiz sicherzustellen. Die Vereinigung wurde im Handelsregisteramt in Freiburg im Januar 2005 eingetragen und wartet noch auf die Anerkennung als gemeinnützige Einrichtung.Der Fortbestand und das weitere funktionieren der Polenmission in Marly sind auf gesammelten Mittel der Vereinigung und ihren Sponsoren angewiesen. Jeder kann uns helfen! Vielen Dank zum voraus!
Unsere Adresse ist dieselbe wie die der Katholischen Polenmission:
Chemin de Falaises 12,1723 MARLY ( FR)
tél: 026 436 44 59 , fax: 026 436 44 72 , e – mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Postcheckkonto: CCP 17 – 392865-2
Vielen Dank !

 
Stowarzyszenie Przyjaciół Polskiej Misji Katolickiej w Marly © 2009